Mit großer Freude laden wir Sie zur Theateraufführung „Onkel Wanja“ des Städtischen Theaters ein.
Da wir der Überzeugung sind, dass Bildung im weitesten Sinne der Erziehung nicht auf die Vermittlung von Wissen beschränkt ist, laden wir Sie herzlich ein, am Sonntag, dem 15. Dezember, um 18:30 Uhr, gemeinsam mit uns ein wunderbares geistiges Erlebnis im Theater unserer Stadt zu genießen.
INFORMATIONEN
Aufführungstermin: 15.12.2024
Beginn der Vorstellung: 19:00 Uhr
Eintrittspreise: VIP-Bereich: 35 €, Bereich A: 30 €
Dauer:160’
Informationen und Anmeldungen bitte bis zum 28. November 2024 beim Sekretariat.
Das Städtische Theater von Piräus präsentiert :
Das Meisterwerk von Anton Tschechow
„Onkel Vanya“
Unter der Regie von Dimitris Kataleifos
Dimitris Kataleifos kehrt in der Spielzeit 2024/25 auf die Theaterbühne zurück und hat sich entschieden, im Städtischen Theater von Piräus das berühmte Stück „Onkel Wanja“ von Anton Tschechow inszenieren.
Er selbst wird die gleichnamige Hauptrolle übernehmen, während eine namhafte Besetzung (Kleopatra Tologou, Panagiotis Bougiouris, Vangelis Rokkos, Menelaos Chazarakis, Amalia Ninou, Jenny Theona, Stella Kruska, Phoebus Samartzis) wird den zutiefst menschlichen Tschechow-Helden Leben einhauchen, die von ihren ständigen Enttäuschungen erschüttert werden und sich nach dem Sinn ihres Daseins fragen.
Das als das „tschechowscheste“ bezeichnete Werk des russischen Schriftstellers gilt als eines der Meisterwerke der weltweiten Dramatik. Tschechow skizziert darin gekonnt die sich anbahnenden großen gesellschaftlichen Veränderungen und entwirft eine Zukunft, die den menschlichen Werten näher steht, während er uns zugleich dazu auffordert, über das Leben, die Liebe, den Tod und den Sinn unseres Daseins nachzudenken.
Der inszenatorische Ansatz von Dimitris Kataleifos stützt sich auf die fundierte Übersetzung von Chrysa Prokopaki. Das Bühnenbild stammt von Mikaela Liakata, die Kostüme von Vasiliki Syrma, die Beleuchtung von Andreas Sinanos und die Musik sowie das Sounddesign von Stavros Gasparatos.
Das Projekt
„Onkel Wanja“ wurde 1899 uraufgeführt , unter der Regie von Konstantin Stanislawski, mit Stanislawski selbst, seiner Frau Lilina und Olga Knipper, der Ehefrau von Tschechow, in den Hauptrollen.
Die Handlung des Stücks – das Tschechow als „Szenen aus dem Dorfleben in vier Akten“ bezeichnet –– spielt auf einem Landgut in Russland und beleuchtet das Leben von Menschen, die sich in einer Situation der Sinnlosigkeit und Enttäuschung gefangen fühlen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Onkel Wanja, der sein Leben der Verwaltung des Familienguts im Auftrag seines Schwagers, des inzwischen pensionierten Professors Serebriakov, gewidmet hat. Als Serebriakov zusammen mit seiner jungen und schönen Ehefrau Jelena auf das Landgut zieht, sorgt seine Anwesenheit für Unruhe. Wanja, enttäuscht von seinem Leben und seiner sinnlosen Hingabe an den Professor, erkennt, dass er seine Jahre mit vergeblichen Bemühungen verschwendet hat.
Gleichzeitig ist der Arzt Astrow, der das Anwesen häufig besucht, von Jelena fasziniert, während Sonja, die Tochter des Professors aus dessen erster Ehe, in Astrow verliebt ist. Diese Liebesgefühle bleiben jedoch unerwidert, was bei den Figuren emotionale Verwirrung und Trauer hervorruft.
Das Werk spiegelt das Gefühl der Enttäuschung, der unerfüllten Liebe und der Suche nach dem Sinn des Lebens wider – Themen, die zeitlos sind und auch heute noch von Bedeutung sind.
Vermerk von Dimitris Kataleifos
„Tschechow war und ist einer der beliebtesten Dramatiker meiner Generation. Onkel Wanja ist eines seiner vier großen Stücke, dessen Figuren die meisten Schauspieler gerne zum Leben erwecken würden.
Als mir Nikos Diamantis die Ehre anbot, etwas im Stadttheater von Piräus aufzuführen, kam mir spontan der Gedanke und der Wunsch, „Onkel Vanya“ zu inszenieren. Ich ging das Risiko ein, nicht nur die Titelrolle zu übernehmen, sondern auch die Regie dieses Stücks zu führen, das viele Themen des Lebens behandelt, wobei das Thema Zeit im Vordergrund steht.
Die Zeit und der Mensch. Trotz der enormen Veränderungen, die sich seit der Zeit, in der der Text verfasst wurde – kurz vor 1900 – bis heute vollzogen haben, ist die Sehnsucht der menschlichen Seele nach der verlorenen Zeit und nach der verbleibenden Zeit dieselbe geblieben. Die Kluft zwischen dem, wovon wir träumen, und dem, was wir letztendlich erleben und was uns unzufrieden zurücklässt, bleibt ein zeitloser Schmerz. Und die menschliche Widerstandskraft ist ein zeitloses Merkmal.
„Onkel Vania“ ist ein Gemeinschaftswerk, und wir alle, die an dieser Inszenierung mitwirken, bemühen uns, diesem Stück mit Liebe zu dienen. Möge es uns gelingen, etwas von seiner tiefgründigen Poesie einzufangen und zur Geltung zu bringen.“
Mitwirkende
Übersetzung: Chrysa Prokopaki
Regie: Dimitris Kataleifos
Bühnenbild: Michaela Liakata
Kostüme: Vasiliki Syrma
Musik und Sounddesign: Stavros Gasparatos
Lichtgestaltung: Andreas Sinanos
Choreografie: Stella Kruska
Regieassistenten: Phoebus Samartzis, Tigran Abramian
Assistentin des Bühnenbildners: Xenia Kouvela
Assistentin der Kostümbildnerin A: Dimitra Sarri
Assistentin der Kostümbildnerin B: Katerina Andrianou
Assistentin des Komponisten: Alexandra Katerinopoulou
Kanonenbediener: Romanos Katsaris
Betreuer: Tigran Abramian
Anfertigung der Kostüme: Evangelia Tsiouni, Giorgos Parliaros
Schuhherstellung: Iliotherma und Andrioti Shoes
Metallkonstruktionen für das Bühnenbild: Kostas Kairis
Holzkonstruktionen und Bühnenbildmalerei: Konstantinos Tzampounakis
Fotos – Trailer: Patroklos Skafidas
Produktionsleitung: Efi Panourgia
Produktionsleitung: Giannis Koulouris
Kontakt – Pressestelle der Aufführung: Maria Tsolaki
Soziale Medien – Werbung: Renegade Media, Vasilis Zarkadoulas
Koproduktion: Technichoros
Aufstellung (in der Reihenfolge ihres Erscheinens):
Name: Kleopatra Tologou
Dr. Astrow: Panagiotis Bougiouris
Vanias: Dimitris Kataleifos
Serebrjakow: Vangelis Rokkos
Teliékin: Menelaos Chazarakis
Sonia: Amalia Ninou
Elena: Jenny Theona
Maria Wassiljewna: Stella Kruska
Ephim: Phoebus Samartzis
Städtisches Theater von Piräus
32 Herakleion-Polytechnikum-Allee, Piräus 185 35
U-Bahn-Haltestelle „Dimitiko Theatro“, Linie 3 (blau) – Endstation
